Du hast Redebedarf?

Ganz egal, was dich gerade beschäftigt: Du musst das nicht alleine lösen. Auf dieser Seite haben wir für dich verschiedene Angebote gebündelt, über die du Beratung und Unterstützung bei kleinen und großen Sorgen bekommst.

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Austausch, Hilfe, Sorgen loswerden?

Die Themen des Blogs beschäftigen dich und du möchtest dich mit uns dazu austauschen? Hier kannst du uns über WhatsApp schreiben und dich mit einem/r Peer-Berater/in austauschen. Du kannst auch gerne nur ein Feedback zum Artikel dalassen.

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Damit unser Redaktionsteam mit dir schreiben kann, nutzen wir Casengo - ein Online-Tool, bei dem alle Anfragen gebündelt ankommen und zentral beantwortet werden können. Grundsätzlich können alle unsere Peer-Berater auf deine Nachricht(en) und ggf. auch Kommunikationsdaten (z.B. Email-Adresse, Handy-Nummer) über diese Plattform zugreifen. Wir werden mit deinen Daten bzw. Informationen natürlich sehr vertraulich umgehen und diese niemals weitergeben oder außerhalb dieser Plattform speichern.

Da uns Datenschutz sehr wichtig ist, findest du hier noch die wichtigsten Fragen und Antworten.

Zum Versand unserer Nachrichten an die Messenger-App WhatsApp und zur Email-Kommunikation nutzen wir den Dienstleister Casengo aus den Niederlanden. Das bedeutet, dass alle deine Nachrichten an uns (egal ob per WhatsApp, Email oder Kontaktformular), immer zuerst bei Casengo ankommen und uns dort angezeigt werden.

Casengo nutzt bzw. speichert zur Bereitstellung des Dienstes die von euch bei WhatsApp oder beim Email-Provider hinterlegten personenbezogenen Daten, insbesondere Vor- und Nachnahme, Endgerät, Profilbild sowie die über Casengo ausgetauschten Nachrichten. Diese Daten werden in einer verschlüsselten Datenbank gespeichert.

Die o.g. Daten werden nur für die Zustellung unserer Nachrichten genutzt, wir geben sie nicht weiter und verwenden sie nicht anderweitig. Für andere Chat-Nutzer sind die o.g. Daten nicht sichtbar oder zugänglich, da wir keine Gruppennachrichten verschicken. Wenn du dich von dem Dienst abmeldest (s.u.) werden deine o.g. Daten aus der Datenbank gelöscht.

Wichtig: WhatsApp und viele Email-Provider erheben diese Daten grundsätzlich und unabhängig von uns. Casengo fragt diese personenbezogenen Daten nur ab. Weder wir noch Casengo übermitteln proaktiv eure personenbezogenen Daten an diese Dienste!

Mehr über Zweck und Umfang, Verarbeitung und Nutzung, deine Rechte und Einstellungsmöglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre erfährst du u.a. in der WhatsApp-Datenschutzrichtlinie.

Theoretisch kann auch Casengo als s.g. Datenverarbeiter auf deine Daten bzw. unsere Kommunikation zugreifen. Um dies auszuschließen, haben wir mit dem Dienstleister eine "Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung" geschlossen, die die Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und der europäischen Datenschutz-Grundverordnung gewährleistet. Mehr dazu kannst du hier lesen.

Mehr Informationen und die Datenschutzerklärung von Casengo findest du hier. Unsere Datenschutzerklärung findest du hier.

Du kannst dich jederzeit vom Dienst abmelden und deine Einwilligung zur Datenverarbeitung widerrufen. Sende dazu einfach in deinem Messenger die Nachricht "stop". Wenn du zusätzlich auch alle Daten löschen möchtest, sende "Alle Daten löschen".

Bei Fragen zum Datenschutz schreibe einfach an: datenschutz@in-cogito.de

Unterstützungsangebote von unseren Partnern

Quelle: golero / iStock

Unterstützung im Netz

Du möchtest dich im Netz zu deinen Alltagsproblemen beraten lassen? Bei der bke-Jugendberatung kannst du dich mit anderen Jugendlichen austauschen oder mit erfahrenen Berater/innen sprechen, die dich unterstützen. Egal ob du Liebeskummer hast, Ärger mit den Eltern, Probleme mit dir selbst, mit Freunden oder in der Schule: Die verschiedenen Austausch-Angebote bieten dir bestimmt das richtige Format.

zur Online-Beratung
Quelle: Photographee.eu / fotolia

Online-Beratung

Du möchtest dich online beraten lassen?

Bei ANAD-Dialog hast du die Möglichkeit online Fragen zu stellen, wenn du zum Beispiel unsicher bist, ob du unter einer Essstörung leidest, du allgemein etwas zum Thema Essstörung wissen möchtest oder du einfach mal offen und anonym über deine Probleme sprechen möchtest. Die Beratung ist sicher, mobil und kompetent.

zu ANAD-Dialog

 

Quelle: Eva-Katalin / iStock

Telefonisch – die Nummer gegen Kummer

Dir liegt eher das Telefonieren? Dann könnte das Angebot der „Nummer gegen Kummer“ zu dir passen. Auch hier erfährst du von erfahrenen Berater/innen Hilfe bei allen Problemen, die dir Sorgen machen: Mobbing, Angst, Missbrauch, Essstörungen, Depression, Sucht … Montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 116 111.

Jetzt anrufen

Du möchtest dich mit anderen austauschen?

Schau doch mal bei der Selbsthilfe rein …

Selbsthilfe bedeutet, dass sich Menschen mit ähnlichen Sorgen, Ängsten, Beeinträchtigungen und Krankheiten gegenseitig helfen: von Betroffenen für Betroffene – ganz einfach. Selbsthilfegruppen gibt es für alle möglichen Krankheitsbilder. Die Gruppenteilnehmerin/innen tauschen sich hier aus, unterstützen sich untereinander und helfen so einander, sich mit ihren Problemen auseinanderzusetzen, und aktiv zu werden: Keiner ist seinem Schicksal hilflos ausgeliefert, man kann Dinge ändern. Das ist der Grundgedanke der Selbsthilfe.

Das zeigt dir anschaulich das Video „Jetzt rede ich“, das bei einem Selbsthilfe-Workshop entstanden ist.

Gern kannst du daran teilnehmen!

Fühlst du dich mit deinen besonderen Problemen, Gedanken und Gefühlen allein und weißt nicht, mit wem du reden kannst? In Selbsthilfevereinen und Selbsthilfegruppen findest du immer ein offenes Ohr: Menschen, die deine Situation nachvollziehen können und wissen, wovon du sprichst: Einfach weil es ihnen ganz ähnlich geht.

Im Rahmen der Selbsthilfe kannst du:

  •  andere Menschen in deiner Situation kennenlernen, an denen du dich orientieren kannst
  • von ihnen lernen, wie sie mit ähnlichen oder sogar den gleichen Problemen fertig werden
  • deine Erfahrungen mit anderen teilen und anderen helfen
  • Hilfe bei der Bewältigung von Alltagsproblemen z. B. mit Eltern, Lehrern, Freunden oder Ärzten erhalten
  • an tollen Freizeitangeboten teilnehmen – denn auch gemeinsamer Spaß ist Unterstützung
  • und ganz nebenbei dadurch dein Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein stärken

In der Selbsthilfe werden deine Interessen mit anderen geteilt und gemeinsam könnt ihr in der Gruppe den Umgang mit deinen Problemen – in der Schule, bei den Ärzten, gegenüber Eltern und allen, die es etwas angeht, verbessern.

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, Selbsthilfe zu gestalten.

So werden beispielsweise bundesweite Treffen der jungen Selbsthilfe angeboten, an denen du teilnehmen kannst.

Oder du machst bei einem Selbsthilfe-Blog mit. Es gibt viele Möglichkeiten. Probiere dich aus.

 

Lea Gericke leitet eine Selbsthilfegruppe für Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Orthorexie) in Berlin, die sie im August 2018 gründete. Sie ist 30 Jahre alt, lebte fast ihr halbes Leben lang mit einer Magersucht, galt als „austherapiert“. Im Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen, den Stärken und Grenzen der Selbsthilfe.

 

Du leitest eine Selbsthilfegruppe für Betroffene einer Essstörung, wie sieht diese Gruppe aus?

Seit August 2018 gibt es regelmäßige Treffen jeden 1. und 3. Sonntag mit neun Betroffenen zwischen 20 und Mitte 30, die an Anorexie und Bulimie erkrankt sind. Man sagt, dass die Therapiefähigkeit erst mit einem BMI 15 beginnt, aber ich fühle mich in der Verantwortung und mache diese Vorgabe nicht. Die Selbsthilfe ist offen für alle, es gibt niemanden, den ich abweisen würde.

Als ich die Gruppe gerade gegründet hatte, durfte noch jeder kommen und gehen wie er wollte, aber weil die Verletzlichkeit jedes Einzelnen einen sicheren Rahmen braucht, haben wir daraus jetzt eine feste Gruppe gemacht. Das ist wichtig und schult das Bewusstsein, dass jeder einzelne Teil des Ganzen und wertvolles Mitglied der Gruppe ist. Es gibt bereits eine Warteliste für eine 2. Gruppe: Da es leider wenig Selbsthilfegruppen in diesem Bereich gibt, ist die Nachfrage wirklich groß.

Warum ist eine Selbsthilfegruppe zusätzlich zu den Therapieangeboten und professioneller Beratung sinnvoll?

Gruppentherapien werden von Fachleuten angeboten, die belesen und studiert, aber nicht betroffen sind. In der Selbsthilfe sitzen Betroffene Betroffenen gegenüber. Da sagt keiner: „So und so hat das jetzt hier abzulaufen…“

Mitglieder in der der Gruppe müssen sie sich nicht rechtfertigen, und sie werden verstanden, ohne sich erklären zu müssen. Viele der Themen fangen mit der Frage an: „Geht es euch auch so, dass …?“ Die Frage wird meist mit einem Nicken durch den Raum beantwortet: „Ja, genauso!“

Ein großes Problem ist die Scham. Die Erkrankungen sind sehr schambehaftet, deswegen trauen sich die wenigsten etwas zu sagen. Aber wenn mal einer in der Gruppe loslässt, dann entsteht da so eine Dankbarkeit im Raum – das ist überwältigend, berührt mich und macht mich immer wieder unheimlich dankbar. Es ist ein sehr intensives Miteinander.

Wann sollte Selbsthilfe einsetzen?

Je früher man aktiv wird, desto größer ist die Chance, die Erkrankung wieder komplett loslassen zu können. Je länger die Essstörung dauert, desto mehr wird sie ein Teil deiner Persönlichkeit – es gab für mich 10 Jahre lang nichts als meine Magersucht.

Wo sind für dich Stärken und Grenzen in der Selbsthilfegruppe? 

Selbsthilfe ersetzt nicht den Gang zum Arzt oder Therapeuten, das kann ich nicht leisten. Außerdem kann die Selbsthilfe natürlich triggern. Es gibt Mädchen in der Gruppe, die sind dünner als andere – da spielt das Vergleichen dann ganz schnell wieder eine ganz große Rolle. Eine gewisse Krankheitseinsicht ist also unabdingbar, um von der Selbsthilfe profitieren zu können. Deswegen gibt es auch keine Kilokaloriendiskussionen bei uns. Wenn diese Diskussion im Vordergrund steht, ist die Selbsthilfegruppe noch nicht das richtige Medium.

Du bist auf der Suche nach einer geeigneten Selbsthilfegruppe in deiner Nähe? Dann schau mal, vielleicht findest du hier eine passende für dich.

Hier geht es zum vollständigen Interview mit Lea.

 

An einer Selbsthilfegruppe teilzunehmen oder sie selbst zu gründen, ist eigentlich nicht schwer. Im Netz kannst du viele Angebote und Gleichgesinnte in deiner Nähe finden.

Trotzdem gibt es ein paar Dinge zu beachten: Der Arbeitskreis Junge Erwachsene des Kindernetzwerks, der aus betroffenen Jugendlichen mit verschiedenen Erkrankungen aus ganz Deutschland besteht, verrät dir die besten Tipps, um eine Selbsthilfegruppe ins Leben zu rufen.

Wie gründe ich eine Selbsthilfegruppe

Du findest, bei dir in der Nähe fehlt noch eine Selbsthilfegruppe zu einem bestimmten Thema, einer Krankheit? Dann gründe doch selbst eine!

Wir helfen Dir gerne dabei. Stelle deine Fragen an den Arbeitskreis Junge Erwachsene jungeerwachsene@kindernetzwerk.de. Wir geben Dir praktische Tipps und nennen Dir Ansprechpartner vor Ort.

Unterstützungsangebote in deiner Nähe

Du möchtest dich ganz in deiner Nähe persönlich beraten lassen oder weißt vielleicht schon, welche Unterstützung du brauchst? Hier kannst du dir ganz individuell passende Unterstützungsangebote in deiner Nähe suchen lassen.

Das sind wir

InCogito ist ein Projekt von jungagiert e.V. – ein junger und gemeinnütziger Verein mit Sitz in Dresden, der sich vor allem dafür einsetzt, Jugendliche und junge Erwachsene für Engagement und gesellschaftliche Themen zu begeistern.

Nora Stankewitz
Redaktion
Anna Frey
Redaktion
Sandra Herrmann
Prävention

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Der Blog wurde von uns gemeinsam mit unseren Partnern ins Leben gerufen, um den Themen Identität, Pubertät und Erwachsen werden eine Plattform zu geben, die euch direkt einbindet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema Essstörungen bei jungen Leuten.