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Komorbide Störungen: Depression und Co.

Beitrag aus der Redaktion

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Leider kommen Essstörungen nur selten alleine vor. Betroffene leiden zusätzlich häufig an weiteren psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen – sogenannten Komorbiditäten. Eine komorbide Störung ist demnach eine psychische Erkrankung, die neben einer anderen psychischen Grunderkrankung vorhanden ist. Auf einen Patienten treffen dann mehrere Diagnosen zu. Diese Komorbiditäten müssen in der Therapie berücksichtigt werden, da sie meist den Behandlungsplan maßgeblich beeinflussen.

Depressionen

Depressionen sind eine sehr häufige Begleiterkrankung bei Menschen mit Essstörung. Eine Depression ist gekennzeichnet durch Phasen von anhaltend gedrückter Stimmung, Antriebslosigkeit und Interessenverlust. Zudem treten häufig Symptome wie Schlafprobleme, Appetitstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und verringerter Selbstwert auf. Viele Betroffene haben zudem Suizidgedanken.

Borderline Persönlichkeitsstörung

Die Borderlinestörung zählt zu den emotional instabilen Persönlichkeitsstörungen. Auch sie kommen oft bei Menschen mit Essstörungen vor. Hat man eine Borderline Persönlichkeitsstörung ist es besonders schwer, stabile Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und zu halten. Menschen mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung sind sehr impulsiv, haben extreme Stimmungsschwankungen und kein stabiles Selbstbild. Sie sind geplagt von der Angst von ihnen wichtigen Menschen verlassen zu werden und versuchen alles ihnen Mögliche, um das zu verhindern (Klammerverhalten). Dieses extreme Verhalten führt oftmals genau zu Gegenteiligen – die andere Person wendet sich ab. Zudem leiden sie an einem chronischen Gefühl der inneren Leere. Auch selbstverletzendes Verhalten ist ein Problem, das häufig bei Menschen mit einer Borderlinestörung auftritt.
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Bipolare Störung

Auch Bipolare Störungen treten bei Essstörungspatienten häufig zusätzlich auf. Bei Bipolaren Störungen wechseln sich manische und depressive Phasen ab. In manischen Phasen ist man extrem erregt oder gereizt, überaktiv und sehr risikofreudig. Das Denken, Sprechen und Handeln ist beschleunigt, viele Betroffene berichten von Größenideen und fühlen sich maximal selbstbewusst. Auf eine manische Phase folgen mehr oder weniger stark ausgeprägte Depressionen. Diese beiden extremen emotionalen Phasen können direkt hintereinander folgen oder auch mit vielen Jahren dazwischen auftreten. Menschen mit einer manisch-depressiven Erkrankung wissen oftmals nichts davon und finden deshalb keine passende Behandlung.

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Typische Symptome von Angststörungen sind starkes Herzklopfen, Schwächegefühl, Gefühl von Kontrollverlust, Schweißausbrüche oder das Gefühl verrückt zu werden.

Angststörungen

Viele Essstörungspatienten haben eine Angststörung. Typische Symptome von Angststörungen sind starkes Herzklopfen, Schwächegefühl, Gefühl von Kontrollverlust, Schweißausbrüche oder das Gefühl verrückt zu werden. Wer unter einer Angststörung leidet, meidet die ihm angsteinflößende Situationen und führt deshalb je nach Stärke der Störung ein Leben voller Einschränkungen – ohne dass eine tatsächliche Gefahr besteht. Vor allem die Soziale Phobie ist unter Menschen mit Essstörung weit verbreitet. Betroffene haben dann ein sehr hohes Schamempfinden und fürchten sich davor im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen.

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine verzögerte psychische Reaktion auf ein sehr belastendes Ereignis. So ein Ereignis – auch Trauma – kann einmalig sein oder aber über einen längeren Zeitraum andauern. Traumata sind so außergewöhnlich, dass die normalen, uns zur Verfügung stehenden Bewältigungsstrategien nicht ausreichen. Betroffene erleben Gefühle von Angst, Hilflosigkeit und Kontrollverlust. Ausgelöst werden kann eine Posttraumatische Belastungsstörung zum Beispiel durch das Erleben von körperlicher und psychischer Gewalt, Krieg, Unfällen oder Naturkatastrophen.

Wer unter einer PTBS leidet, erlebt unter anderem diese Symptome: Wiedererleben des Traumas durch Flashbacks und Albträume, Vermeidung möglicher Auslöser, Teilnahmslosigkeit, Erinnerungslücken, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte Wachsamkeit. Eine PTBS führt bei manchen Betroffenen zu weiteren Beschwerden wie Essstörungen, Depressionen, Medikamentenmissbrauch oder Persönlichkeitsstörungen.

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