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Angehörige bei Essstörungen: Was du tun kannst (und was nicht)

Mia, 22

Wenn ein Mensch, der dir nahe steht, an einer Essstörung leidet, betrifft das nicht nur ihn oder sie, sondern auch dich. Zwischen Sorge, Ratlosigkeit, Schuldgefühlen und dem starken Wunsch zu helfen kann man sich schnell allein fühlen. 

  • Du merkst, dass dein:e Freund:in immer öfter Mahlzeiten auslässt.
  • Im Restaurant bestellt sie nur noch eine kleine Suppe.
  • Gemeinsame Kochabende werden abgesagt.
  • Wenn du das Thema vorsichtig ansprichst, weicht sie aus, reagiert gereizt oder macht einen Scherz, der das Gespräch schnell beendet.

Vielleicht beginnst du zu zweifeln: Übertreibe ich? – Vielleicht spürst du aber auch längst: Hier stimmt etwas nicht.

Essstörungen wie Anorexia nervosa, Bulimia nervosa oder die Binge-Eating-Störung sind ernstzunehmende psychische Erkrankungen. Sie betreffen nicht nur die Person selbst sondern oft auch ihr gesamtes Umfeld. Und während viel über Betroffene gesprochen wird, wird die Belastung für Angehörige häufig unterschätzt.

Dieser Beitrag richtet sich deshalb an dich – als Bruder, Schwester, beste:r Freund:in, Partner:in, Cousin:e, Elternteil, …

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TYPISCHE GEFÜHLE

,,Ich fühle mich machtlos, obwohl ich so nah dran bin.“

Vielleicht erkennst du dich in diesen Worten wieder. Als Angehörige:r stehst du oft in einem inneren Konflikt. Du bist emotional eng verbunden und möchtest unterstützen, gleichzeitig wirkt die Erkrankung wie etwas, das sich deinem Einfluss entzieht. Dieses Gefühl von Nähe und gleichzeitiger Ohnmacht kann sehr belastend sein.

Vielleicht kennst du auch solche Gedanken und Empfindungen:

  • Ständige Sorge um die körperliche und seelische Gesundheit
  • Angst, etwas Falsches zu sagen oder die Situation zu verschlimmern
  • Wut oder Frustration, die im nächsten Moment in Schuldgefühle umschlagen
  • Zweifel, ob man selbst etwas übersehen oder falsch gemacht hat

Essstörungen wirken sich häufig stark auf Beziehungen aus. Gemeinsame Mahlzeiten wirken plötzlich angespannt. Gespräche drehen sich immer wieder ums Essen oder werden ganz vermieden. Freundschaften können sich verändern und Partnerschaften unter Druck geraten. Manchmal fühlt es sich an, als würde sich alles nur noch um die Krankheit drehen.

Gefühle wie Überforderung oder Hilflosigkeit sind in dieser Situation nicht ungewöhnlich. Die Unterstützung einer nahestehenden Person kostet Kraft. Wenn dich das belastet, bedeutet das nicht, dass du versagst, sondern dass dir dieser Mensch wichtig ist.

Was ist eine Essstörung?

Eine Essstörung ist eine psychische Erkrankung und kein „schwieriges Essverhalten“. Für Betroffene werden Essen, Gewicht oder Kontrolle zu einem Weg, mit innerem Druck, Selbstzweifeln oder belastenden Gefühlen umzugehen. Oft geht es weniger um das Essen selbst, sondern um Themen wie Selbstwert, Perfektionismus oder das Gefühl, nicht zu genügen. Die Gedanken rund um Körper und Nahrung können so viel Raum einnehmen, dass sie den Alltag und Beziehungen stark beeinflussen.

Wichtig für dich als Angehörige Person: Eine Essstörung ist keine bewusste Entscheidung und kein Trotz. Sie ist Ausdruck von innerem Leid und braucht Verständnis sowie professionelle Unterstützung.

WAS MAN TUN KANN – PROFESSIONELLE UNTERSTÜTZUNG 

„Ich bin gerade allein mit der Sache. Ich möchte helfen, aber ich weiß nicht genau wie und muss mich erst belesen.“

Viele Angehörige fühlen sich in solchen Momenten überfordert und unsicher. Man möchte unterstützen, aber man weiß nicht genau, wo man anfangen soll, und die Sorge um die geliebte Person kann einen richtig beschäftigen. Genau hier kann professionelle Unterstützung ein Anker sein. Sie gibt Orientierung, entlastet und zeigt Wege, wie man wirklich helfen kann, ohne sich selbst zu überfordern.

Essstörungen sind behandelbar, aber sie brauchen oft ein fachkundiges Team. Je früher man sich an Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen oder spezialisierte Beratungsstellen wendet, desto größer sind die Chancen, dass die Person die ersten Schritte auf dem Weg zur Genesung gehen kann. Als Angehörige:r kann man selbst schon viel tun. Termine zu begleiten, sei es nur im Wartezimmer, kann entlastend wirken. Auch die gemeinsame Vorbereitung auf Praxisbesuche hilft: Symptome notieren, Verhaltensauffälligkeiten beobachten, Fragen aufschreiben. Es geht nicht darum, alles sofort perfekt zu machen, sondern dranzubleiben, geduldig zu begleiten und die Person spüren zu lassen, dass sie nicht allein ist.

Gleichzeitig muss man akzeptieren, dass die Entscheidung zur Behandlung von der betroffenen Person kommen muss. Zwang oder Druck helfen fast nie, außer in akuten Notfällen. Dazu gehören stark geschwächter körperlicher Zustand, Suizidgedanken oder akute Selbstgefährdung. In solchen Momenten darf man keine Sekunde zögern, ärztliche oder psychiatrische Hilfe einzuschalten. Die wichtigste kostenlose und anonyme Notfallnummer ist hier die Nummer gegen Kummer (116 111).

Professionelle Hilfe ist kein Zeichen von Schwäche. Sie ist der Weg, als Angehörige:r Orientierung und Halt zu finden, die Person zu unterstützen und gleichzeitig nicht selbst unter der Sorge zusammenzubrechen. Man muss diesen Weg nicht allein gehen.

 

WAS MAN TUN KANN – ALLTAG UND KOMMUNIKATION

„Manchmal frage ich mich, ob meine Worte mehr schaden als nützen.“

Es ist ein Balanceakt: Du willst helfen, ohne zu verletzen. Im Alltag, bei Mahlzeiten, Einkäufen oder gemeinsamen Aktivitäten, können schon kleine Gesten einen Unterschied machen. Und deshalb ist hier eine Dos- und Don’ts-Liste, die dir dabei helfen kann, Trigger-Punkte zu vermeiden und der Person auf eine empathische und rücksichtsvolle Art und Weise zu unterstützen:

  • Das Thema behutsam ansprechen, Ich-Botschaften verwenden („Mir fällt auf…, ich mache mir Sorgen…“).
  • Wertschätzung ausdrücken und Selbstwert stärken („Ich freue mich, dass du da bist…“).
  • Zeit schenken, zuhören, ohne sofort Lösungen anzubieten oder zu kritisieren.
  • Einen ruhigen Ort und Zeitpunkt für Gespräche wählen; nicht kurz vor oder nach Mahlzeiten.
  • Nicht mehr als eine vertraute Person sollte das Gespräch führen, um Überforderung zu vermeiden.
  • Informationsmaterial bereithalten, das die betroffene Person später in Ruhe ansehen kann.
  • Fortschritte anerkennen und positives Verhalten verstärken.
  • Bei Einkäufen begleiten oder unterstützen, besonders bei Ängsten oder Binge-Risiko.
  • Mahlzeiten neutral gestalten, Ablenkung anbieten (z. B. Film, Musik).
  • Langsames Anpassen der Essmenge bei restriktivem Verhalten, ohne Druck.
  • Verständnis vermitteln: Essstörung ist nicht die Schuld der Person.
  • Mehrere Beobachtungen gleichzeitig aufzählen oder überwachen lassen.
  • Druck ausüben, essen „erzwingen“.
  • Mahlzeiten oder Essensauswahl spontan ändern, Angst oder Einschränkung auslösen.
  • Kritik an Gewicht oder körperlicher Erscheinung.
  • Gespräch dominierend oder kontrollierend führen.
  • Betroffene Person mit mehreren Personen gleichzeitig konfrontieren („Ambush-Effekt“).
  • Ultimative oder fordernde Sprache („Du musst Hilfe holen“).
  • Schweigen oder Abwarten, wenn Sorge besteht – Essstörungen gedeihen oft in Geheimhaltung.
  • Stufenmodell: Rückfälle nicht als Scheitern werten; Verständnis für den nicht-linearen Verlauf zeigen.

ACHTE AUF DICH SELBST! 

„Ich darf jetzt nicht schlappmachen. Sie braucht mich doch.“

Neben der Sorge um die betroffene Person ist es wichtig, auch auf dich selbst zu achten. Die Rolle als unterstützende Person kann emotional sehr belastend sein. Sprich mit Menschen, denen du vertraust, über deine Gefühle und erlaube dir, über deine Sorgen zu reden. Auch das Wahrnehmen eigener Grenzen und Bedürfnisse gehört dazu. Selbstfürsorge bedeutet nicht, dass du weniger engagiert bist, sondern dass du deine Kraft bewahrst, um langfristig stabil und empathisch begleiten zu können. Darum ist es wichtig, dass du nicht nur für die andere Person da bist, sondern auch für dich selbst sorgst. Dazu ein paar Tipps.

 

Plane regelmäßig kleine Auszeiten im Alltag, in denen du dich bewusst nur auf dich konzentrierst. Das kann ein Spaziergang, ein kurzes Hobby oder einfach ein ruhiger Moment für dich sein. Dazu gehört auch, deine eigenen Interessen zu pflegen: Nimm dir Zeit für Dinge, die dir Freude bereiten, unabhängig von der Situation der betroffenen Person. Solche Momente stärken dein Gefühl von Autonomie und geben dir neue Kraft.

Gespräche mit anderen Angehörigen oder moderierten Gruppen ermöglichen Erfahrungsaustausch und praktische Tipps, ohne dass du dich allein fühlst.

Beratung kann helfen, konkrete Strategien für den Alltag zu entwickeln, Konfliktsituationen besser zu bewältigen und Handlungsoptionen zu erweitern.

Vielleicht wirst du Dinge hören, die dich verletzen. Vielleicht wirst du abgewiesen oder deine Hilfe wird nicht angenommen. Das ist schmerzhaft, aber es bedeutet nicht, dass du versagt hast. Eine Essstörung kann Nähe erschweren und Reaktionen verzerren. Deine Unterstützung bleibt wertvoll, auch wenn sie nicht sofort angenommen wird.

Überlege, welche Aufgaben du übernehmen möchtest und welche du abgeben kannst. Eigene Grenzen zu erkennen schützt dich vor Überlastung und sorgt dafür, dass du langfristig stabil bleiben kannst.

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Quelle: privat

Anina

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Quelle: pexels/katerina holmes

Verletzende Komplimente

Quelle: privat

Julia H.

Eigentlich sollen Komplimente doch guttun. Wir sagen etwas zu einer Person, weil uns etwas Schönes, Gutes, Neues an ihr auffällt. Wir wollen bei dieser Person angenehme Gefühle hervorrufen. Doch was, wenn genau das Gegenteil geschieht? Was, wenn unsere Worte nicht berühren, sondern verletzen?

Ich möchte darüber schreiben wie es für mich war, ein Kompliment zu erhalten, das sich auf mein Aussehen und konkreter auf meinen Körper bezogen hat. Ich möchte auch gerne darüber sprechen, warum es uns schwerfallen kann, Komplimente anzunehmen – und was diese bewirken können. Und dir mit an die Hand geben, was mir dabei geholfen hat, mit den Komplimenten, die für mich keine waren, umzugehen.

Ich möchte dir daher ein ehrliches Kompliment machen: „Ich sehe dich – und du bist genug.“

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Wenn Komplimente weh tun

Vor einigen Jahren erhielt ich ein Kompliment, das mich lange beschäftigt hat. Nicht, weil es mir guttat oder ich es schön fand. Das genaue Gegenteil war der Fall. Das Kompliment hatte mich verunsichert und mich unbewusst geprägt.

Kennst du das, wenn Menschen etwas zu dir sagen, was vermeintlich lieb gemeint ist, aber doch ganz anders bei dir ankommt? Egal, ob von deinem Onkel oder deiner besten Freundin – Worte können uns berühren oder belasten. So war es auch bei mir.

Das Kompliment, das mich erschütterte

„Du hast abgenommen, sieht gut aus.“, sagte ein Klassenkamerad zu mir.

Objektiv betrachtet mag dies wie ein schönes Kompliment wirken – vielleicht sogar wie ein Lob für mein Durchhaltevermögen oder mein Aussehen.

Doch wie mag sich so eine Aussage für jemanden anfühlen, der eine beginnende Essstörung hat – ohne es selbst zu bemerken? Genau in dieser Situation befand ich mich damals. Ich hatte Gewicht verloren, so deutlich, dass es auch anderen auffiel. Für mich und mein Umfeld schien das zunächst unbedenklich. Ich war „einfach“ eine Teenagerin, die etwas abgenommen hatte.

Aber dieses Kompliment wirkte auf mich anders, als es vermutlich auf eine Klassenkameradin ohne Essstörung gewirkt hätte.

Ich fühlte mich merkwürdig: Angst, Überforderung, Druck – genau das Gegenteil von dem, was ein Kompliment bewirken sollte.

  • Angst, immer so aussehen zu müssen, um als schön zu gelten.
  • Überforderung, weil ich nicht wusste, wie ich reagieren sollte.
  • Druck, weil ich mich fragte, ob ich noch dünner werden müsse, um „schöner“ zu sein.

Dieser Satz spukte in mir wie ein ungebetener Gast.

Und ohne, dass ich es ahnte, manifestierte sich dieser Satz in mir zu einem

Und ohne, dass ich es ahnte, manifestierte sich dieser Satz in mir zu einem Glaubenssatz. Aus „Du hast abgenommen, sieht gut aus.“ wurde Stück für Stück „Wenn ich dünn bin, bin ich schön.“

Ständig verspürte ich den Drang, diesem Glaubenssatz gerecht zu werden – er wurde schnell zu meinem Hauptfokus.

Mir ist bewusst, dass dieses Kompliment nicht der alleinige Auslöser meiner Essstörung oder meines verzerrten Körperbildes war. Ich gebe meinem ehemaligen Klassenkameraden keinerlei Schuld. Mir geht es nur darum zu zeigen, welche Wirkung Kommentare über Aussehen und Körper haben können.

Vielleicht hätte dasselbe Kompliment bei einer anderen Person das Selbstbewusstsein gestärkt, Gleichgültigkeit ausgelöst oder gar keine Wirkung gezeigt. Das wissen wir nicht – und es ist auch nicht entscheidend. Entscheidend ist, wie du selbst dich dabei fühlst.

Doch woran kann das liegen? Warum lösen Komplimente manchmal unangenehme Gefühle aus?

Wenn Komplimente auf alte Wunden treffen

Komplimente sind selten nur Worte. Sie treffen auf unsere Geschichten, auf all die Sätze, die wir über uns selbst schon gehört, gedacht und verinnerlicht haben:

„Du hast ein hübsches Gesicht. Wenn du jetzt noch ein bisschen abnehmen würdest.“
„Du bist schön, wenn du dich mehr schminkst.“
„Du siehst müde aus, alles okay?“

Solche Kommentare, oft beiläufig und unbedacht, fügen sich nach und nach zu einem schweren Bündel zusammen – eine unübersichtliche Liste von „besseren“ und „schlechteren“ Versionen unseres Aussehens und Körpers.

Und wenn uns dann jemand ein wirklich gut gemeintes Kompliment macht, werden diese alten Stimmen wieder laut:

„Bin ich nur dann schön, wenn ich dünner bin?“
„Erwarten sie, dass ich immer so aussehe?“
„Wird mein Aussehen gesehen oder nur bewertet?“

Manchmal macht ein Kompliment also nicht glücklich, sondern unsicher. Es kann Druck auslösen, weil es uns an eine Rolle erinnert, in die wir gar nicht passen wollen – die der „Schönen“, „Attraktiven“, „Disziplinierten“.

Und wenn wir uns selbst noch nicht wirklich angenommen haben, kann Anerkennung sich anfühlen, als würden unsere gesamten Unsicherheiten beleuchtet werden.

Doch wie kannst du damit umgehen?

Tipps: So kannst du mit schwierigen Komplimenten umgehen

Zunächst konnte ich mit dem Kompliment nur wenig anfangen und verstand nicht genau, warum. Ich spürte lediglich die unangenehmen Gefühle, die in mir aufstiegen. Nach etwas Reflexion kann ich es heute besser einordnen: Ich empfand es als unangemessen, dass mein Körper bewertet wurde – einerseits, weil ich ihn selbst noch nicht als schön wahrnahm, andererseits, weil der Kommentar Druck erzeugte. Wie ich schon erwähnt habe, tauchte sofort die Frage in meinem Kopf auf: „Muss ich noch mehr abnehmen?“ – und genau das löste ein Engegefühl in meiner Brust aus.

Wenn ähnliches in dir nach einem Kompliment aufkommt, kannst du Folgendes tun:

Nicht jedes Lob fühlt sich gut an – und das ist okay. Spüre, welche Worte dich berühren, und welche dich verunsichern. Dieses Bewusstsein ist der erste Schritt zu Selbstschutz und Selbstverständnis.

 

Wenn ein Kompliment bei dir unangenehme Gefühle auslöst oder du es unangebracht findest, darfst du dies ruhig deinem Gegenüber sagen oder nachfragen, was genau gemeint ist. Beispiele: „Dein Kompliment überrascht mich. Meinst du das ehrlich?“ oder „Ich verstehe das Kompliment nicht ganz. Was genau möchtest du damit sagen?“

Du darfst freundlich sagen: „Ich mag keine Kommentare über meinen Körper.“ Das ist kein Mangel an Höflichkeit, sondern Selbstfürsorge.

Wenn dich jemand lobt, versuche nicht, dich zu rechtfertigen oder es sofort abzutun, mit beispielsweise „Ach, das ist doch nicht der Rede wert“. Ein einfaches „Danke“ reicht – und darf stehen bleiben.

Statt „Du bist viel hübscher geworden.“: „Ich finde es toll, wie selbstbewusst du bist.“
Statt „Du siehst gut aus für dein Alter“: „Ich finde, du hast eine tolle Ausstrahlung.“
Statt „Für jemanden wie dich ist das echt gut.“: „Ich sehe, wie viel Einsatz und Engagement du zeigst, das ist beeindruckend.“
Sprache kann Verbindung schaffen – oder Distanz.

Nicht aus Eitelkeit, sondern aus Zärtlichkeit. Du kannst dir morgens beispielsweise sagen: „Ich bin genug, so wie ich heute bin.“
Diese kleinen Sätze können langfristig verändern, wie du Lob hörst – und wie du dich selbst siehst.

Fazit

Komplimente sind nicht automatisch positiv. Sie können berühren, aber auch verunsichern – gerade, wenn sie sich auf unser Aussehen oder unseren Körper beziehen. Für mich war es eine Erfahrung, die gezeigt hat, wie stark Worte wirken können.

Was mir geholfen hat, war, mir bewusst zu machen: Nicht jedes Komplimente, das ich erhalte, muss ich auch annehmen und nicht alles, was andere über mich sagen, definiert meinen Wert.

Wichtig ist, dass wir selbst bestimmen, wie wir uns sehen – und uns nicht von „gut gemeinten“ Worten verunsichern lassen. Es geht darum, Worte wahrzunehmen, zu reflektieren – und loszulassen, was uns nicht guttut.

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Quelle: privat

Anina

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