Plötzlich ging nichts mehr: Mein Weg in die Psychiatrie

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Hope, 23

Psychiatrie, Klapse, Irrenanstalt, Ort der Verrückten… Alles keine hübschen Wörter. Doch sobald der Begriff „Psychiatrie“ fiel, waren das die ersten Assoziationen, die mir dazu einfielen. Generell löste dieses Wort in mir eine sofortige Beklemmung aus. Zwar hatte ich bis vor wenigen Jahren nie Leute kennengelernt, die einmal in einer waren, doch aus Nachrichten, Medien und Co. glaubte ich zu wissen, dass dies ein Ort war für eben nicht „ganz normale“ Menschen. Was würden denn die Leute in meinem Umfeld über mich denken? Galt ich dann als irre? Als verrückt?

Hätte mir jemand vor ein paar Jahren gesagt, dass ich mich einmal selbst in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen würde, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Niemals hätte ich geglaubt, an welche Grenzen mich diese Erkrankung bringen könnte.
Leider kam auch aus meinem Umfeld kein positiver Zuspruch. In meiner Familie herrschte der Grundsatz, dass psychische Erkrankungen nicht wirklich existierten. Falls das Thema doch mal aufkam, wurde freundlich und mitleidig genickt, doch ein wirkliches Verständnis gab es nicht. Das Motto war: arbeiten und funktionieren, krank sein war nicht erlaubt.

Ich habe nur noch Leere in mir gespürt

„Es geht mir gut.“ Ein Satz der schon so oft über meine Lippen gekommen ist, dass ich ihn selbst irgendwann geglaubt habe. Ich dachte, ich hätte mein Leben im Griff. Aber in mir drinnen fühlte ich meistens nur noch eine große Leere. Das Leben war immer mehr zu einem alltäglichen Kampf geworden. Selbst kleine Dinge, wie einkaufen gehen, kochen, den Haushalt führen, waren für mich in dieser Zeit zur Überforderung geworden. Alles strengte mich an, ich fühlte mich pausenlos erschöpft und am Rande meiner Kraft. Nach außen hin wahrte ich stets den Schein, lächelte und lebte eigentlich eine Art Doppelleben. Früher traf ich mich gerne nach der Uni mit Freunden, ging mit ihnen aus. Doch die Vorstellung zwischen glücklichen Menschen zu stehen, während mir zum Weinen zu Mute war, stresste mich. Also blieb ich nachmittags und am Wochenende allein zu Hause. Freizeit kam mir sinnlos vor.

Wenn ich morgens aufwachte, kreisten meine Gedanken sofort um den anstehenden Tag. Was stand heute alles auf meiner To-do-Liste? Allein der Gedanken an die Aufgaben, löste in mir Beklemmung und Druck aus. Aber aufgeben, wollte ich auf keinen Fall.

Meine Körpersignale ignorierte ich

Nach wenigen Monaten in diesem Zustand bekam ich Herzrhythmusstörungen, ich schlief nur noch wenige Stunden. Mein Puls hämmerte und ich fühlte mich ständig unter Strom. Es fühlte sich an wie eine Achterbahn, die nie zum Halten kam, immer wieder hoch und runter. Mir wurde schwindelig. Meine Ansprüche an mich selbst, der Alltag, die Kraft, die ich in meine Maske stecken musste, das ständige Lächeln. Das alles zehrte an mir. Alles in mir drinnen fühlte sich taub an, irgendwie nicht mehr lebendig. Ich fühlte mich verloren.

Mein Körper schrie „Stopp“, doch ich ignorierte ihn und machte immer weiter. Erst als ich im Laufe eines Praktikums zusammenbrach – ich wurde ohnmächtig, weinte unaufhörlich und konnte mich einfach nicht mehr beruhigen – überlegte ich mir, Hilfe zu suchen.

Auf Zureden einer Freundin machte ich einen Termin bei der psychosozialen Beratungsstelle meiner Universität. Wir erarbeiteten Techniken zur Entspannung und Stressbewältigung, trotzdem empfahl man mir dort den Besuch bei einem Psychiater. Ich wusste über Depressionen und Burnout Bescheid. Doch die Ahnung, dass ich davon betroffen sein könnte, kam mir erst, als fast jegliche Kraft und Farbe aus meinem Leben gewichen war.

Burnout: Wer bin ich eigentlich?

Über den Hausarzt ließ ich mich zu einem Psychiater überweisen. Nach dem Gespräch und mehreren Fragebögen stand es fest. Die Diagnose: Erschöpfungsdepression, oder auch Burnout. Der Psychiater riet mir sehr, zu einem Klinikaufenthalt, als ich ihm schilderte, wie überfordernd mein Alltag im Moment sei und wie wenig Kraft ich noch hatte. Zusätzlich bekam ich ein Antidepressivum verschrieben. Als ich an diesem Tag nach Hause kam, war ich froh diesen Gang zum Psychiater geschafft zu haben. Ich musste mir jetzt eingestehen, dass ich wirklich krank war und Hilfe brauchte.

Bis zum Anruf in einer Psychiatrischen Klinik haderte ich tagelang mit mir selbst. Einerseits wusste ich tief in mir drinnen, dass ich diese Hilfe unbedingt brauchte, doch andererseits war in mir eine riesige Angst diesen Schritt wirklich zu wagen.

In der sechswöchigen Wartezeit war ich krankgeschrieben. An guten Tagen machte ich kurze Spaziergänge, las ein Buch, dachte nach. Die meiste Zeit war ich aber so erschöpft, dass ich viel schlief und nur noch wenig von der Außenwelt mitbekam. Doch diese Zeit brachte mich auch zum Nachdenken. Was hatte ich in den letzten Monaten mir und meinen Körper angetan? Es drängte sich mir die Frage auf, was ich eigentlich im Leben erreichen wollte. Die Frage, wer und was ich bin, ohne „die Leistung“?

In der Psychiatrie: Klinikalltag

Endlich in der Klinik aufgenommen, fühlte ich mich von Tag zu Tag wohler. Geschützt wie unter einer Glocke, hatte ich Zeit über mich und mein Leben nachzudenken. Der durchstrukturierte Alltag in der psychiatrischen Klinik tat mir gut. 7:30 – Vorstellung beim Pflegepersonal, danach Frühstück, anschließend morgendlicher Spaziergang. Am Vormittag Gruppentherapie, Ergotherapie, nachmittags sportliche Aktivitäten. Dazwischen Mittag- und Abendessen. Jeder Patient bekommt einen auf sich zugeschnittenen Plan. Die meisten Patienten unterziehen sich dieser intensiven Therapie für mindestens sechs Wochen, oft eher acht.

Heute habe ich Zeit

BurnoutQuelle: Photo by Vu Thu Giang on Unsplash.comQuelle: Photo by Vu Thu Giang on Unsplash.com
Quelle: Photo by Vu Thu Giang on Unsplash.com
Nach ihrem Burnout lässt Hope es langsamer angehen.

Fernab von jeglichen Leistungsansprüchen vergingen die Tage und ich spürte wie ich wieder zu Kräften kam. Anfangs war es wirklich schwierig für mich, so etwas wie Entspannung zuzulassen. Schließlich hatte ich monatelang jegliche Entspannung vermieden. Aber ich lernte, dass die Welt nicht nur aus Arbeit und perfektionistischen Ansprüchen besteht. Dies war wohl eine der wichtigsten Erkenntnisse für mich. In der Therapie lernte ich, das Leben anders zu bewerten und mir vor allem weniger Druck zu machen. Alles war durchgeplant. Falls etwas nicht nach Plan verlief – zum Beispiel wenn jemand unpünktlich war – sah ich nur wie mein Zeitplan nicht mehr aufging und regte mich furchtbar auf.

Heute kann ich darüber hinwegsehen. Strikte Zeitpläne ohne Freizeit habe ich getrost in den Mülleimer geworfen. Ich habe Zeit und kann auch mal auf jemanden warten. Heute achte ich mehr auf meinen Körper und ziehe früher die Notbremse, auch wenn das heißt, nicht alle Aufgaben an einem Tag erledigen zu können. Der tiefe Fall in mein leeres Loch, aus dem ich nicht alleine wieder rauskam, hat mir gezeigt, dass Gesundheit das Wichtigste ist. Nicht das „perfekte Leben“. Nicht der Erfolg um jeden Preis.

Wie teile ich psychische Erkrankungen meinem Umfeld mit?

• sage ganz offen und ehrlich: „Mir geht es nicht gut“ oder „ich habe das Gefühl, das ich Hilfe brauchen könnte“
• mache dir Notizen, schreibe auf, was dich im Moment belastet, versuche deine Gefühle in Worte zu fassen
• Hole dir Unterstützung durch eine/n gute/n Freund/in
• sprich mit deinen Eltern, mache einen Termin beim Hausarzt zur genaueren Abklärung
• auch wenn es sehr viel Kraft und Mut kostet – nimm dir selbst den Druck und verschwende keine Energie mehr in die Aufrechterhaltung deiner Maske
• mache dir deutlich, dass Hilfe holen keinerlei Schwäche bedeutet

*Kümmere dich um dich, wie eine gute Freundin*

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Alles Liebe, Deine Incogito-Redaktion.

Quelle: evstyle/Unsplash

Eine Essstörung bedeutet nicht das Ende

Salome, 24

Ich werde nie wieder so dünn sein wie ich vor ein paar Jahren war. Und das ist auch gut so! Denn ich habe verstanden, dass ich nicht dünn sein muss, um glücklich zu sein. Ich darf ich sein, ganz egal wie ich aussehe.

 

Aber der Reihe nach: Ich hatte eine wirklich schöne Kindheit, hatte tolle Freunde und drei wundervolle Geschwister. Ich war ein absolut fröhliches Mädchen. Oft wurde ich als „der kleine Sonnenschein“ betitelt.

Mein Körper: Nicht gut genug

In meiner Jugend fing ich dann irgendwann an, mir Gedanken über mein Aussehen zu machen. Ich verglich mich mit meinen Geschwistern und meinen Freundinnen, die alle von Natur aus schlanker waren als ich. Ich habe mir oft gewünscht, auch so dünn zu sein wie sie. Für mich war  „dünn sein“ mit „glücklich sein“, „attraktiv sein“ und „Erfolg“ verknüpft. Versteht mich nicht falsch, ich war nie besonders dick. Ich habe einen anderen Körperbau als meine Geschwister und bin nicht so drahtig.  Als ich in die Pubertät kam und langsam aber sicher immer weiblicher wurde, hat mich meine Statur immer mehr verunsichert. In der siebten Klasse hat mir meine damalige beste Freundin ziemlich hart die Freundschaft gekündigt. Sie meinte, dass ich „halt nicht mehr cool genug“ für sie sei und dass sie jetzt coolere Freunde hätte als mich. Das warf mich völlig aus der Bahn. Ich hatte auf einmal das Gefühl, nicht mehr gut genug für irgendetwas zu sein.

Erwachsen werden und ein gefährlicher Sinneswandel

Quelle: StockSnap/PixabayQuelle: StockSnap/Pixabay
Quelle: StockSnap/Pixabay
Das Gefühl, nicht mehr genug zu sein, hat Salome angetrieben.

Als ich gerade mein Abitur gemacht hatte, haben meine Eltern sich getrennt. Alles in meinem Leben hat sich verändert: Ich bin von zu Hause ausgezogen, um in einer anderen Stadt zu studieren. Meine Geschwister waren auf einmal nicht mehr um mich und meine Freunde auch weit weg. Ich hatte das Gefühl, dass mir alles entgleitet und ich über nichts mehr die Kontrolle habe. Alles war im Umbruch. Aus einer fixen Idee heraus erschien mir dieser Zeitpunkt genau richtig, um jetzt wenigstens mein Gewicht „unter Kontrolle“ zu bekommen. Ich wollte damals all die positiven Attribute, die ich gedanklich mit dem Dünn sein verband, für mich selbst beanspruchen. In der neuen Phase meines Lebens wollte ich herausragen und mit meiner Schlankheit glänzen.

Schlank aber nicht glücklich

Die kleiner werdende  Zahl auf der Waage hat mich jeden Tag angespornt, weiterzumachen. Sie hat mich damals bestätigt und ich dachte, dass ich glücklich bin. Aber je mehr ich an Gewicht verlor, desto unglücklicher wurde ich. Ich war ständig gereizt und unzufrieden. Verabredungen zum Essen habe ich gehasst. Einen Abend mit mir zu verbringen, war alles andere als gemütlich: Beim gemeinsamen Kochen und Essen war ich völlig auf eine möglichst geringe Kalorienzufuhr fixiert. Ich hatte unglaubliche Angst davor, eines Tages wieder zuzunehmen. Ich befürchtete, dass meine Freunde sich dann von mir abwenden würden. Dass sie mich für undiszipliniert und wertlos halten würden.

Die Essstörung

Ich quälte mich, betrachtete meinen Körper als Feind, als gierig. Oberstes Ziel war es, seine Bedürfnisse zu unterdrücken und ihn zu kontrollieren. Im täglichen Kampf mit mir selbst war ich in den ersten Monaten immer die Gewinnerin. Aber irgendwann hatte ich einen Punkt erreicht, an dem meine inneren Körpersignale sehr laut wurden: Hunger, Magenschmerzen, Kreislaufprobleme …. Ich konnte nicht länger weghören. Auch aus meinem Umfeld kamen immer mehr Kommentare, dass ich aufhören soll, weiter abzunehmen. Meine Familie und Freunde machten sich große Sorgen um mich. Anfangs ignorierte ich sie und regte mich darüber auf, dass sie sich in mein Leben einmischen wollten. Ich wollte die Kontrolle nicht abgeben. Zu groß war die Angst vor Ablehnung, wenn ich wieder zunehmen sollte. Meine Mutter stellte mich schließlich vor die Wahl: Entweder ich nehme zu, oder ich muss in eine Klinik. Schließlich einigten wir uns auf die Variante ohne Klinik. Rückblickend denke ich, dass mir ein Aufenthalt in der Klinik oder eine Therapie vielleicht so einiges erspart hätte, was in den nächsten Jahren auf mich zukam. Ich hatte eine Essstörung und da ist man in einer professionellen Therapie am besten aufgehoben.

Jahrelanger Kampf

Ich geriet in eine selbstzerstörerische Achterbahnfahrt. Damals wollte ich gar nicht wirklich gesund werden, sondern nur ein bisschen und ganz „kontrolliert“ zunehmen. Ich wollte, dass meine Familie und Freunde aufhören, sich um mich zu sorgen. Aber als ich wieder etwas mehr aß, schoss mein Körper in die Breite, in seine natürliche Form zurück. Daraufhin fing ich wieder an, heftig mit mir selbst zu kämpfen. Ich versuchte alles, um wieder ganz dünn zu werden: aberwitzige Diäten, wahnhaftes Sporttreiben und tagelanges Fasten. Ich litt unter riesigen Gewichtsschwankungen. Immer wenn ich wieder ein bisschen zugenommen hatte, ließ ich mir eine neue Methode einfallen, um die Kilos möglichst schnell wieder loszuwerden. Ich war unglücklich, schwach und genervt. Meine Gedanken kreisten nur ums Essen oder Nicht-Essen, um meinen zwanghaften Sport und meine Fastenzeiten. Und das ging so fast sechs Jahre lang. Es war eine schreckliche Spirale: Auf Hungertage folgten irgendwann Fressanfälle. Es ging mir in meinem ganzen Leben nie schlechter.

Ich war unglücklich, schwach und genervt.

Ich kam an den Punkt, an dem ich einfach nicht mehr wollte. Mein Leben erschien mir so grau und freudlos. Ich wollte mir das alles nicht mehr antun, ich wollte nicht mehr unglücklich, verbissen und immerzu gestresst sein. Ich wollte nicht mehr, dass sich mein ganzes Leben nur ums Essen und um meinen Sport dreht. Ich wollte mehr Zeit für mich selbst haben, für meine Freunde, mein soziales Leben. Ich wollte wieder so viel lachen wie früher, locker sein und einfach glücklich sein. Und ich wollte nicht, dass ich eines Tages auf mein Leben zurückschaue und denke: „Ich habe mein Leben nicht genossen und jetzt ist es zu spät.“

Frieden mit meinem Körper

Von der Entscheidung, dass ich etwas ändern muss, bis zu meinem heutigen Gefühlszustand ist jetzt ein dreiviertel Jahr vergangen. Es war ein langer Weg, den ich auch nicht alleine gegangen bin. Meine Eltern, meine Familie und meine Freundinnen waren für mich da. Ich habe Bücher gelesen und Podcasts gehört. Ich wollte Selbstliebe lernen. Das war schwierig, aber es ging in kleinen Schritten voran. Die Gespräche mit meiner Mutter haben mir sehr geholfen. Inzwischen sehe ich meinen Körper nicht mehr als Feind, sondern als meinen besten Freund. Ich ernähre mich so gut ich kann intuitiv und gebe meinem Körper möglichst stressfrei das, was er gerade braucht. Ich höre auf meinen Hunger und mein Körper kommuniziert ziemlich deutlich mit mir! Inzwischen esse ich ausgewogen und bin so dankbar, dass ich jetzt den Kopf frei habe für all die Dinge im Leben, die mir wirklich wichtig sind.

Meine Message an dich

Ich habe festgestellt, dass es mir wichtig ist, meine Geschichte mit der Welt zu teilen. Dadurch möchte ich auch anderen jungen Frauen Mut machen, ihren Körper so anzunehmen, wie er ist. Damit sie nicht denselben leidvollen Weg gehen müssen wie ich, um zu lernen: Es geht immer nur darum, wie du dich in deinem Körper fühlst. Wenn du dich wohlfühlst, dann strahlst du das auch aus! Wenn du dich attraktiv fühlst, dann wirst du auch als attraktiv wahrgenommen. Wenn du dich selbst liebst, dann strahlst du eine Selbstsicherheit aus, die dir ein ganz besonderes Auftreten verleiht.

Deshalb denke immer daran: Du musst nicht dünn sein, um glücklich zu sein! Es gibt solche und solche Körpertypen. Du darfst du sein und darfst dich so lieben, wie du bist!

Diese Bücher kann ich empfehlen:

Love your body – und schließe Frieden mit dir selbst von Morena Diaz

Curvy von Sarina Nowak

Rock your curves! von Angelina Kirsch

Intuitiv abnehmen (original: Intuitive Eating) von Elyse Resch und Evelyn Tribole

Ernährung für Körper & Seele von Louise L. Hay, Ahlea Khadro und Heather Dane

Dieser Podcast hat mir sehr geholfen:

Wohlfühlgewicht von Mareike Awe

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Diätwahn: Wie ich es geschafft habe auszusteigen

ElisaQuelle: privat

Elisa, 23

@Elisa.alvako

Ich zeige dir mein persönliches „Vorher-Nachher-Bild“. Allerdings nicht so, wie du es von Instagram gewohnt bist: Es geht um den Weg raus aus dem zerstörerischen Diätwahn hin zur Selbstakzeptanz. Außerdem spreche ich über die Beweggründe, warum wir krampfhaft abnehmen wollen und warum es so wichtig ist, wieder mit sich selbst in Einklang zu kommen.

Vorher: Wenn alles, was zählt, dünn sein ist

Stell dir ein junges Mädchen vor, dessen Gedanken um Essen und Sport kreisen. Ein Mädchen, das jeden Tag zum Sport geht und dafür oft auf Zeit mit Freunden verzichtet. Das seine Ernährung streng kontrolliert – fernab vom natürlichen Hunger- und Sättigungsgefühl und gequält von vielen schlaflosen Nächten vor lauter gedanklichem Stress. Der Körper ist ausgelaugt, aber irgendwann schlank – glücklich ist sie trotzdem nicht. Ihr Selbstwertgefühl ist im Keller und der gesundheitliche Zustand auch. Ihre Periode bekommt sie nicht mehr.

Das war ich vor einigen Jahren.

Schlankheitswahn: Wer betroffen ist und was wirklich dahintersteckt

SchlankheitswahnQuelle: Photo by GesinaKunkel on UnsplashQuelle: Photo by GesinaKunkel on Unsplash
Quelle: Photo by GesinaKunkel on Unsplash
Ständiges Wiegen: ein Zeichen dafür, dass du dich zu sehr über dein Gewicht definierst

Wir leben in einer Gesellschaft, in der es leider schon fast normal ist, dass Frauen nicht mit sich selbst zufrieden sind  ̶  scheinbar gehört das zum Frausein dazu. Dieses Selbstbild wird Frauen überall in den Medien eingeflößt. Bei einer Umfrage der US-Frauenzeitschrift „Glamour“ wurden 1.000 Frauen bezüglich ihres Verhältnisses zu ihrem Körper befragt: Ganze 80 Prozent gaben an, sich nach dem Blick in den Spiegel schlecht zu fühlen. Im Vergleich dazu das Ergebnis der gleichen Umfrage von vor 30 Jahren, bei der nur 43 Prozent angaben, sich nicht wohl in ihrem Körper zu fühlen. Erschreckende Tendenzen.

Umso wichtiger ist es für mich, darüber zu sprechen. Immer mehr Mädchen und Frauen definieren sich über Zahlen wie Kleidergröße, Gewicht und Kalorien. Dabei ist es oftmals gar nicht der Wunsch nach dem Abnehmen per se, der sie antreibt: Wir suchen nach Anerkennung, Liebe und Aufmerksamkeit. Wir möchten dazu gehören und „schön“ in den Augen anderer sein – obwohl der Begriff „Schönheit“ sehr subjektiv ist. Uns wird vermittelt, dass wir dünn sein müssen, um erfolgreich, beliebt und glücklich zu sein. Im Endeffekt müssen wir aber feststellen, dass Diäten nicht funktionieren: Das krampfhaft abgenommene Gewicht wird oftmals wieder zugenommen (oder noch mehr!)  ̶  nur damit die nächste erfolglose Diät gestartet werden kann …

Mein Wendepunkt: Raus aus der Diätspirale

Letztendlich muss jeder selbst die Ursache für den Wunsch nach mehr Anerkennung und Aufmerksamkeit erkennen. Ich bin damals an meinem persönlichen mentalen und körperlichen Tiefpunkt angelangt und habe festgestellt, dass ich das Leben, das ich zu der Zeit führte, nicht mehr aushalte. Deshalb habe ich angefangen, mich mit meinen Gefühlen, Problemen, Zweifeln und Ängsten auseinanderzusetzen. Ich suchte Inspirationen zu den Themen Intuitives Essen und Body Positivity  ̶  ich habe noch nie so viele Bücher gelesen wie in dieser Zeit. Durch den Input habe ich  über meine eigenen Gedanken und mein Handeln sehr viel nachgedacht.
Ich habe festgestellt, dass Diäten für mich nicht funktionieren und mir Lebensenergie rauben. Mir wurde klar, dass ich Abstand von der Diätkultur gewinnen musste.

Gerne nenne ich dir hier einige Inspirationen, die mir sehr weitergeholfen haben:

Instagram: @m0reniita, @bodyposipanda, @dietcultureinc, @thefuckitdiet, @laurathomasphd, @drjoshuawolrich

Bücher: Love Your Body – Morena Diaz, Intuitive Eating – Elyse Resch & Evelyn Tribole, Body Positive Power – Megan Jayne Crabbe, The Fuck It Diet – Caroline Dooner, Just eat it – Laura Thomas PhD

Diettalk: Mich selbst schützen lernen

Am Anfang stand für mich ein bewusster Umgang mit Social Media, Werbung und (Frauen-)Zeitschriften. Über all diese Wege wird uns vermittelt, dass wir nicht gut so sind, wie wir sind. Dass wir das Produkt XY kaufen müssen, um so auszusehen, wie die Models oder Influencer auf Instagram. Lange Zeit habe ich mich erst gar nicht auf Instagram angemeldet, um diese Trigger zu vermeiden. Da Social Media aber in unserer Gesellschaft sehr wichtig geworden ist, ist ein bewusster Umgang und das Entfolgen triggernder Accounts eine zielführende Maßnahme.

Die Tatsache, dass die Selbstperfektion und die Diätkultur allgegenwärtig sind und man immer wieder damit konfrontiert wird, macht es nicht leichter. Meine Freunde erzählen mir manchmal, dass sie sich nicht schön finden, dass sie Diät XY ausprobieren oder dass sie unbedingt abnehmen müssen. In solchen Situationen muss ich für mich selbst entscheiden, wie ich damit umgehe. Einerseits sind es meine Freunde und ich habe gerne ein offenes Ohr. Andererseits möchte ich mich in einigen Situationen auch selbst zu schützen.
Wenn mich dieser Diettalk triggert, versuche ich auch heute noch das Thema zu wechseln oder es offen anzusprechen, dass mir solche Gespräche nicht gut tun. Ich habe allerdings nach einiger Zeit die Erfahrung gemacht, dass solche Gespräche oder Kommentare bezüglich meines Aussehens immer weniger interessant für mich geworden sind.

Iss so viel, wie du hungrig bist

Das klingt zunächst sehr banal. Aber durch das Essen nach äußeren Regeln hatte ich den Bezug zu meinen körperlichen Bedürfnissen verloren. Hunger und Sättigung wieder zu erkennen und die Bedürfnisse entsprechend zu befriedigen, bedarf nach einer langen Diätperiode viel Übung. Es hat eine Weile gedauert, bis ich meinen Körper wieder „hören“ konnte. Manchmal hat man eben keinen Hunger am Morgen, manchmal frühstückt man zweimal. Ich musste lernen, dass alles seine Berechtigung hat und ich kein schlechtes Gewissen haben muss, weil ich die Bedürfnisse meines Körpers befriedige.

Danach: Mehr als mein Aussehen

Ich kann heute von mir sagen, dass ich mich total erleichtert und befreit fühle. Ich esse was ich möchte, wann ich möchte und mache Sport dann, wenn ich mich danach fühle. Ob ich zugenommen habe? Ja, das habe ich – trotzdem mag ich mich selbst mehr denn je, bin zufrieden und im Einklang mit mir selbst. Mein Aussehen erhält nicht mehr meine ganze Aufmerksamkeit, weil ich erkannt habe, dass ich mehr als mein Äußeres bin. Ich habe Selbstbewusstsein, Selbstannahme und Selbstwahrnehmung gelernt. Ich vergeude keine Energie mehr, um darüber nachzudenken, wann ich endlich wieder Essen darf oder welches Workout am meisten Kalorien verbrennt. Heute nutze ich stattdessen meine Energie, um mich selbst kennenzulernen, um mich weiterzuentwickeln und um zu erkennen, was ich mir für mein Leben wirklich wünsche. Das neugewonnene Selbstvertrauen hat mich beflügelt, viele wichtige Entscheidungen zu treffen und Autonomie zu gewinnen. Ich genieße es, entspannt und spontan mit meinen Freunden Essen zu gehen oder Popcorn im Kino zu naschen. Ich habe aber auch echten Genuss an Salat gefunden und mache viel Sport – aber nur, weil ich möchte, nicht weil ich muss.

Die Reise zu mir geht weiter

Vermutlich klingt das alles sehr einfach. Die Wahrheit ist aber, dass es für mich ein jahrelanger und immer noch andauernder Prozess ist. Ich habe an mir gearbeitet und lerne jeden Tag etwas Neues dazu. Ich lese zu diesen Themen viele Bücher. Ich habe geübt, auf die Signale meines Körpers zu hören: Sowohl körperlich, als auch psychisch. Aber ich kann nicht oft genug betonen, wie sehr es sich lohnt, diese Reise zu beginnen. Oftmals sind es zwei Schritte vor und dann wieder einen zurück. Losgehen ist das Ziel.

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Egal, was andere sagen: Mein Mutausbruch

Quelle: privat

Du möchtest schon länger ein Vorhaben in die Tat umsetzen, fürchtest dich aber vor der Meinung anderer? So ging es mir bis vor kurzem auch. Aber dann habe ich mir einfach die Haare abrasiert…

Plötzlich war ich in der Situation, dass ich mit geflochtenen Haaren auf einem Stuhl saß und eine Schere in der Hand hielt,  um mir die Zöpfe abzuschneiden. Ich war ganz ruhig und auf die Sache konzentriert. Nach dem ersten Schnitt wuchs die Neugierde darüber, wie ich wohl ohne Haare aussehen würde. Seit etwas über einem halben Jahr hatte ich rot gefärbte Haare, die mir fast bis zur Brust gingen und diese sollten jetzt einer Vier-Millimeter-Frisur weichen. Das war vor anderthalb Monaten. Jetzt war ich nur noch wenige Schnitte von der Kurzhaarfrisur entfernt.

Was du und ich von meinem rasierten Kopf lernen können

Veränderung
Nesska mit ihrer gewohnten Langhaarfrisur

Gesät wurde der Samen zu dieser Idee in mir, als ich im letzten Jahr ein Studienprojekt zum Thema „Was ist normal?“ durchführte. Jeder aus unserer Gruppe machte ein Selbstexperiment. Ich fuhr mit einem Rollstuhl durch die Stadt, ein paar meiner Gruppenmitglieder färbten sich die Haare und ein Gruppenmitglied veränderte ihr Verhalten in der Gruppe auffällig. Doch auf meinen Vorschlag hin, dass sich jemand die Haare abrasieren könnte, reagierten alle schockiert. Niemand wollte es ausprobieren. Färben? Klar. Abschneiden? Nein, danke. Ich fragte mich, warum das auf solch große Ablehnung stößt. Für mich waren es nur Haare. Doch gewagt habe ich es trotzdem nicht. Ich brauchte noch etwas Zeit.

Dann sah ich, wie einige Youtuber, denen ich folgte, sich einfach die Haare abrasierten. Ich fand’s so cool und schob das Vorhaben dennoch weiter vor mir her. Bis mir klar wurde: Ich möchte es einmal in meinem Leben tun. Einfach mal die Haare abrasieren, die Freiheit spüren, meine Kopfform sehen, aus der Dusche kommen und sofort trockene Haare haben und auch meine natürliche Haarfarbe mal wieder herauswachsen lassen. Ich fragte mich auch: würde ich mich ohne Haare schön finden? Eines war auf jeden Fall klar: Wenn nicht jetzt, dann nie.  Also holte ich die Schere raus.

„Du bist aber mutig!“

Haare ab
Und dann waren die Haare einfach ab

Im Vorhinein sprach ich mit ein paar Leuten aus meinem Umfeld darüber, ob ich mir die Haare abrasieren soll. Die meisten konnten es nicht nachvollziehen und nahmen mich nicht ernst. An dem Tag, als ich dann wirklich den Rasierer in die Hand nahm, wusste ich, dass ich es niemandem erzählen durfte, sonst hätte ich es mir wieder ausreden lassen. Als mein Freund am Abend nach Hause kam, habe ich den schockiertesten Gesichtsausdrucks meines Lebens gesehen. Er konnte einfach nicht fassen, was ich getan hatte. Meine Mutter fand es witzig. Sie sagte, ich sähe aus, wie frisch aus dem Ei gepellt.
An dem Tag, als ich das erste Mal wieder zur Arbeit kam, wurde mir erst bewusst, was ich getan hatte und wie viele Menschen mich mit meiner neuen Frisur sehen würden. Ich arbeite am Empfang eines Unternehmens mit etwas über 100 Mitarbeitern. Jeder muss an mir vorbei.  Ich hatte solche Bauchschmerzen, weil ich mich vor einigen Kommentaren fürchtete. Aber am Ende war es nicht einmal halb so schlimm. Ja, gefühlt jeder fragte mich, warum ich es getan habe. Jedem gab ich eine andere Antwort  ̶  ich hatte einfach zu viele Gründe. Und ich kann gar nicht sagen, wie oft mir gesagt wurde, wie mutig es sei, was ich getan habe. Am interessantesten war für mich aber, dass mir jeder seine Meinung mitteilen musste. Ich habe mit meiner Frisur wohl etwas in den Menschen provoziert.

Ich durfte mir sogar anhören, dass ich mit den kurzen Haaren älter aussähe. Dem entgegnete ich aber direkt: „Wer nichts Nettes zu sagen hat, sollte lieber nichts sagen“. Seitdem redet der Kollege nicht mehr mit mir  ̶  das ist auch besser so. Im Großen und Ganzen aber habe ich meistens positive Reaktionen erlebt. Eine sagte beispielsweise zu mir, dass mein Gesicht jetzt zarter aussähe. Das hat mich wirklich sehr überrascht. Aber ja, ich muss zugeben, durch die kurzen Haare kommt mein Gesicht einfach besser zur Geltung.

Wenn ich durch die Stadt gehe, bemerke ich manchmal, dass Menschen mich ansehen. Dann wundere ich mich kurz, was denn so besonders an mir ist und dann fällt mir ein: Ach ja, ich bin ja eine Frau mit kurzen Haaren, stimmt.

Bereue ich es?

Mein Freund fragt mich so manches Mal, ob ich es denn jetzt bereue, meine Haare abrasiert zu haben. Ganz klar: Nein. Diese Erfahrung kann mir keiner mehr nehmen. Und naja, selbst wenn ich es bereuen würde, eines weiß ich ganz sicher: Meine Haare werden wieder wachsen. Ich gebe aber zu, ich freue mich darauf, meine Haare wieder wachsen zu sehen. Und ich kann es kaum erwarten, wieder etwas mit ihnen anstellen zu können. Denn wenn ich ehrlich bin, vermisse ich es schon ein wenig, meine Haare zu stylen. Aber andererseits ist es einfach großartig, aufzustehen und die Haare sind schon fertig.

Was habe ich daraus gelernt?

Durch das simple Abrasieren meiner Haare habe ich gelernt, dass ich über meinen Körper selbst entscheiden kann und mir niemand reinreden sollte. Und das lässt sich auf das gesamte Leben übertragen. Möchte ich eine Entscheidung treffen, die nur mein eigenes Leben betrifft, dann darf ich diese auch selbst treffen, ohne mir die Erlaubnis bei anderen Menschen zu holen. Ich bin schlagfertiger geworden und sehe keinen Sinn darin, einen Menschen für etwas zu kritisieren, das ganz offensichtlich nicht mehr rückgängig zu machen ist. Ich weiß jetzt, dass ich auch ohne Haare schön bin! Und am Ende wachsen die Haare sowieso nach. Ich hatte nichts zu verlieren, nur zu gewinnen.

Aber nicht jeder muss sich die Haare abrasieren, um Erfahrungen wie diese zu machen. Es gibt viel zu viele Dinge, von denen man sich im Leben abhalten lässt, weil man sich zu sehr von anderen Menschen beeinflussen lässt.

Gibt es etwas, was du bald zum ersten Mal machen wirst? Ich kann dir eines sagen: Die Zeit ist jetzt!

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Vorurteile: Wie wir mit Schubladendenken umgehen können

Quelle: privat

Theresa H, 21

@theres_chen

Denkst du auch, du bist eigentlich sehr tolerant und offen? Hast keine Vorurteile gegenüber Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, ihres Alters oder Aussehens? Oder wurde vielleicht schon mal über dich selbst zu schnell und unfair geurteilt? Tatsächlich denkt jeder von uns in fest verankerten Stereotypen, die bereits im Kindesalter entstehen. Dass Vorurteile sowohl negative als auch positive Seiten haben und warum wir unser Denken differenziert betrachten sollten, erfährst du in diesem Text.

Wer als Reinigungskraft arbeitet, kann eben nichts Besseres? Und Kevin von nebenan mit seinen Tattoos und Piercings schafft bestimmt die Schule nicht!
Wir alle haben Vorurteile, denken in Schubladen und urteilen somit unbewusst  ̶  auch über unsere Mitmenschen. Das ist völlig normal und vor allem menschlich – kann aber auch durchaus ein Problem sein.

Keine Angst, das wird jetzt kein Vortrag darüber, dass du ein schlechter Mensch bist, weil du Vorbehalte gegenüber bestimmten Dingen, Situationen oder eben auch Menschen hast. Vielmehr hoffe ich, dir durch diesen Text einen Anreiz geben zu können, um dir dein Urteilsvermögen situationsbedingt zunutze zu machen oder auch kritisch zu hinterfragen.

Woher kommen unsere Vorurteile eigentlich?

Zuallererst sollte vielleicht gesagt werden, dass niemand frei von Vorurteilen ist und es wohl auch nicht werden kann. Was wir aber beeinflussen können, ist, wie wir mit ihnen umgehen. Dafür ist es sinnvoll, zu verstehen, warum wir alle manchmal lieber in Schwarz-Weiß denken und unser Umfeld in Gruppen kategorisieren, als Menschen individuell zu betrachten.

Bereits in unserer frühen Kindheit festigen sich erste Vorurteile. Das liegt zum einen an unserer Umwelt, da das Leben in unserer Gesellschaft über erste schnelle Einschätzungen funktioniert. Dieser Schutzmechanismus unseres Gehirns stammt noch aus uralten Zeiten, in der wir bei lebensbedrohlichen Situationen, wie zum Beispiel der Konfrontation mit gefährlichen Tieren, schnell und instinktiv reagieren mussten. Die typische Reaktion von Mensch aber auch Tier ist dabei Flucht oder Kampf. Unsere Denkfähigkeit wird sozusagen zu unserem Schutz teilweise ausgeschaltet. Wir konzentrieren uns nur noch auf das Überleben. Heutzutage ist diese Reaktion in den meisten Fällen völlig übertrieben. Das heißt, wir müssen unsere Vernunft einschalten.

Orientierung = Stereotype?

Gleichzeitig dient die Einteilung unserer Umwelt in Gruppen unserer Orientierung und verschafft uns somit ein notwendiges Gefühl von Sicherheit und Halt. Bereits als Kleinkind wird uns vermittelt, dass Mädchen ruhiger und ordentlicher sind, gerne malen oder Zöpfe flechten. Die wilden Jungs dagegen verbinden wir mit schnellen Sportarten, wir finden sie draußen auf dem Fußballfeld oder in der Bauecke. Es gibt Bücher mit guten und bösen Hexen, süßen kleinen schlanken Elfen und dicken, faulen Kobolden, Mathe und Physik liegt eher den Jungs, Kunst und Musik den Mädchen.

Auf diese ersten Kategorisierungen folgen dann oft Stereotype: Wir verknüpfen die Frau im Kopftuch mit Schüchternheit und schlechter Aussprache, den Bauarbeiter mit geringem Intellekt und schätzen ihn als grobmotorisch und wenig feinfühlig ein. Die Einteilung in Gruppen hilft uns, unser Gegenüber und damit eine eventuell ausgehende Gefahr einzuschätzen. Wie gesagt, hat diese Gefahr nichts mehr mit einem steinzeitlichen Raubtier zu tun und wir müssen weder angreifen noch fliehen.

Vorschnelle Verurteilungen erkennen

Wichtig ist deshalb, sich dem eigenen Urteil und dem Denken in Stereotypen bewusst zu werden und es kritisch zu reflektieren sowie bestehende Ansichten zu hinterfragen. Der hektische Mann im Anzug heute Morgen war ja so unfreundlich, der sollte mal seinen Job überdenken. Und die dicke Frau im Bus sollte dringend mal etwas anderes essen als den Schokoriegel, den sie in der Hand hielt.

Aus der Orientierung und den Stereotypen werden schnell Vorurteile. Und die sind kontraproduktiv.

Wir wissen ja gar nicht, was dem Mann im Anzug heute Morgen vielleicht schon alles passiert sein kann, ob er nicht vielleicht sogar auf dem Weg zu einer Beerdigung ist oder einfach einen schlechten Tag hat.  Und ob die Frau mit Schokoriegel vielleicht eine ernsthafte Essstörung hat und dringend Hilfe braucht. Uns fehlt schlicht das nötige Hintergrundwissen, um die komplexe Gesamtsituation dieser Personen beurteilen zu können.

Vorurteile machen den Alltag schwer

Wie ein Mensch aussieht oder sich in einem winzigen Tagesausschnitt verhält, sollte niemals die Grundlage dafür sein, um über diesen Menschen zu urteilen. Leider neigen wir dazu, Menschen nach ihrem Äußeren zu bewerten, wir stecken sie in Schubladen und bilden uns nach dem ersten schnellen Blick ein Urteil über unsere Mitmenschen. Das verzerrt die Realität und erschwert ein soziales Miteinander. Je häufiger wir diese Muster nutzen und auf „Altbekanntes“ zurückgreifen, statt neu zu bewerten und genauer hinzusehen, desto einfacher machen wir es uns und desto öfter werden wir diese Assoziationen immer wieder verwenden. Diskriminierung ist immer der einfachere und bequemere Weg, jedoch keineswegs fair oder hilfreich.

Den Teufelskreis durchbrechen

Wenn ich selbst nun merke, dass ich gerade gegenüber jemandem unfair urteile oder in Schubladen denke, dann halte ich inne und versetze mich in die Lage meines Gegenübers. Ich versuche, die Situation im Gesamtkontext zu betrachten, um meine Reaktion angemessen darauf anzupassen.

Und wenn wir uns daran erinnern, wie wir uns selbst fühlen in diesen Schubladen, von anderen ausgegrenzt und abgestempelt zu werden, sollte es uns eigentlich gar nicht mehr schwerfallen, anderen ein bisschen offener zu begegnen.

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Sich selbst lieben oder doch lieber jemand anders sein?

JudithQuelle: privat

Judith, 21

Jeder kennt sie, diese eine Person, die alle bewundern: perfekte Noten, perfekter Körper, perfekte Freunde… den Eindruck vermitteln zumindest die Bilder auf Instagram oder Facebook. Tag für Tag durch diese Bilder scrollend, zweifelt man schon mal schnell an sich selbst und stellt alles in Frage: seinen Job, seinen Körper, den Urlaub, auf den man sich Monate gefreut hat.

„Perfekt“ zu sein, das wird uns immer öfter als höchstes Ziel suggeriert. Und Social Media, genauso wie Magazine, TV-Shows oder die Fashion-Industrie tragen dazu bei, dass wir an uns selbst zweifeln und nicht an unser Können und unsere Stärken glauben. Wir folgen Trends, um uns anzupassen und schließen uns der Meinung anderer an, um nicht aus der Menge herauszustechen. Wir versuchen, ein anderer Mensch zu sein, um andere um uns herum zu beeindrucken. Und das, obwohl wir dabei selbst oft nicht glücklich sind. Kurzum: Wir machen uns viel zu viele Gedanken darüber, was andere über uns denken.

Oder doch man selbst sein?

Doch warum sind wir so fixiert auf andere und deren Meinung, wenn wir doch selbst der Mensch sind, mit dem wir am allermeisten Zeit in unserem Leben verbringen? Wir sollten uns doch selbst am besten gefallen, bevor wir versuchen, andere zu beeindrucken. Natürlich ist das leichter gesagt als getan. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Jahrelang habe ich nicht einmal gemerkt, wie sehr es mir an Selbstliebe und Vertrauen in mich selbst fehlte. Ständig machte ich mir Gedanken, verglich mich mit anderen und traute mich nicht, meine Meinung zu sagen, aus Angst, von den anderen schräg angeschaut zu werden. Alles stellte ich in Frage. Ich traute mich nicht, ich selbst zu sein.

Ich muss mein Leben ändern

Bis zu diesem einen Tag: Ich weiß nicht, wie es passierte, aber ich wachte eines Morgens mit der festen Überzeugung auf, mein Leben ändern zu müssen. Genauer gesagt die Einstellung zu meinem Leben. Eine kleine Stimme in meinem Kopf flüsterte mir zu, dass ich ein toller Mensch bin. Das fühlte sich gut an und ich wollte auf alle Fälle dieses Gefühl beibehalten. Ich beschloss, mich selbst lieben zu lernen.

Das Konzept "Selbstliebe"

SelbstliebeQuelle: Photo by Tim-Mossholder on UnsplashQuelle: Photo by Tim-Mossholder on Unsplash
Quelle: Photo by Tim-Mossholder on Unsplash
Selbstliebe ist nicht gleich Selbstverliebtheit

Doch was heißt es überhaupt, sich selbst zu lieben und in sich zu vertrauen? Auf den ersten Blick wirkt das wie ein Klischee-Spruch, den man tausendfach auf hübschen Bildern auf Instagram findet. Doch eigentlich steckt so viel mehr hinter diesem Begriff, der schwierig zu greifen und zu definieren ist. Hier ein Versuch:

Selbstliebe ist die Fähigkeit, sich selbst anzunehmen wie man ist, eigene Schwächen und Stärken zu akzeptieren und in letztere zu vertrauen. Dazu gehören die Fähigkeit, sich selbst zu respektieren ebenso wie das Reflektieren der eigenen Handlungen und wie diese andere beeinflussen.

Selbstliebe gleich Selbstverliebtheit?

Sich selbst zu lieben bedeutet aber auf keinen Fall ein Egoist oder gar Narzisst zu sein. Ein gutes Maß an Selbstliebe ist gesund und trägt zu einer positiven Lebenseinstellung bei. Jeder kann Sachen besser oder schlechter als andere und das zu akzeptieren, ist ein wichtiger Schritt.

Für viele ist Selbstliebe ein fast schon bedrohlicher Begriff. Denn er bedeutet, seine Komfortzone zu verlassen, nicht mit dem Strom zu schwimmen, keine anderen Meinungen und Gedanken, Styles und Interessen anzunehmen, sondern man selbst zu sein, auch wenn das manchmal gegen das scheinbare Ideal der Gesellschaft verstößt – und das erfordert Mut. Ist es nicht besser ehrlich, glücklich und man selbst zu sein, als seine ganze Energie dafür aufzuwenden, vorzugeben jemand anderes zu sein?

Das bedeutet natürlich nicht, immer nur gute Tage zu haben und nie an sich selbst und seinen Handlungen zu zweifeln. In einem gewissen Maß ist es gut, wenn man manche Sachen hinterfragt. Es bedeutet nicht, stundenlang in den Spiegel zu starren und sich selbst zu bewundern, nein, eher in den Spiegel zu schauen und zufrieden zu sein mit dem, was man sieht.

Selbstliebe passiert nicht von heute auf morgen

Doch genug in der Theorie. Wie funktioniert denn nun Selbstliebe in der Praxis? Bedeutet es, irgendwelche Rituale durchzuführen, „Love your Life“- mäßig zu Hippie-Festivals zu gehen und nur noch vor sich hin zu meditieren?  Das, was so romantisch klingt, hat mit Selbstliebe nur am Rande etwas zu tun.

Sechs Schritte zu mehr Selbstakzeptanz

  1. Zweifel erkennen und weiterziehen lassen
    Wie bei jedem Lernprozess, ist es zuerst einmal wichtig, Schwächen, Fehler und Wissenslücken zu erkennen. Im Bezug auf Selbstliebe bedeutet das vor allem, sich dafür nicht zu verurteilen, sondern sie da sein zu lassen.
  2. Weniger mit anderen vergleichen und sich auf sich selbst konzentrieren
    Manchmal sollten wir versuchen, unseren Fokus eher auf uns zu verschieben, als auf andere zu achten. Wie fühlen wir uns? Was denken wir?
  3. Positive Einstellung – Die Macht der Gedanken
    Ist das Glas halb voll oder halb leer? Vieles ist eine Sache der Einstellung:  Oft sehen wir eine Situation nur aus einem Blickwinkel. Ob wir denken, das Glas ist voll oder leer, ändert nichts an der Tatsache, wie viel tatsächlich in ihm ist. Es sind lediglich unsere Gedanken, die die Situation interpretieren. Um das auf die Selbstliebe zu beziehen: Im Spiegel sehen wir immer gleich aus, doch  worauf wir uns konzentrieren, beeinflusst, wie wir uns sehen. Kein Wunder also, dass  unser Selbstwertgefühl schrumpft, wenn wir nur die Stellen betrachten, die wir nicht mögen. Schauen wir stattdessen jene Körperstellen an, die uns gefallen, gehen wir positiv aus der Begegnung mit unserem Spiegelbild heraus.
  4. Zeit mit sich selbst verbringen
    Oft bleibt keine Zeit, um kurz innezuhalten, den Moment zu genießen oder das zu tun, was uns wirklich Spaß macht. Aber genau das ist es, was wir oft brauchen. Uns selbst ein bisschen verwöhnen, ja schon fast ein Date mit uns selbst haben. Denn es ist genau wie mit einer anderen Person: Je mehr Zeit man mit jemandem verbringt, desto besser lernt man ihn, seine Gedanken, Gefühle und Denkweisen kennen. Sich dafür Zeit zu nehmen, gehört zum Selbstliebe-Pflichtprogramm.
  5. Sich mit den „richtigen“ Menschen umgeben
    So viel man sich auch auf sich selbst konzentrieren sollte, ist es trotzdem auch wichtig, sich in seinem Umfeld wohlzufühlen. Menschen, die einen genauso akzeptieren, wie man ist und denen man nicht vorspielen muss jemand anderes zu sein. Die einfache Frage ist hier: Fühle ich mich wohl und bin ich genauso wie ich sein möchte, wenn ich mit dieser Person Zeit verbringe?
  6. Es muss nicht immer alles perfekt sein
    Natürlich ist nie alles perfekt im Leben. Jeder hat gute Tage, aber auch schlechte. Zu lernen, mit negativen Erfahrungen umzugehen und sie in sein Leben zu integrieren, ist genauso wichtig, wie schöne Erfahrungen bewusst zu erleben. Man spricht hier auch von Resilienz. Das meint die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, aus ihnen zu lernen und gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Haben wir diese Fähigkeit als Kind nicht vermittelt bekommen, können wir sie erlernen. Wie? Durch Selbstliebe und -akzeptanz.

Sei dein bester Freund!

Etwas salopp gesagt, sollten wir also unser eigener bester Freund sein. Denn unserem besten Freund  hören wir zu und gehen auf seine Gedanken und Gefühle ein. Wir versuchen, ihn zu trösten, wenn er traurig ist und freuen uns mit ihm, wenn er glücklich ist. Wir wollen seine Meinung wissen, akzeptieren seine „Makel“ und können ganz wir selbst sein, wenn wir mit ihm zusammen sind.  Stell dir einmal vor, du wärst dein bester Freund!

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